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Workshop-Timetable


Freitag

25. Sept. 2020

 

13 Uhr

Begrüßung in der Lagerhalle

 

14 - 17 Uhr

Workshop, Haus der Jugend

17 - 18.30 Uhr

Essen, Lagerhalle

Samstag

26. Sept. 2020

 

10 - 13 Uhr 

Workshop, Haus der Jugend

13 - 14 Uhr

Mittagessen, Lagerhalle

 

14 - 17 Uhr

Workshop, Haus der Jugend

17 - 18.30

Essen, Lagerhalle

Sonntag

27. Sept. 2020

 

ab 10.30

Workshop, Haus der Jugend

 

11.30 - 13 Uhr

Werkshow, Haus der Jugend

anschließend Verabschiedung



Die Workshops finden gleichzeitig statt, demnach kann man sich nur für einen entscheiden. Allerdings hat man eine Erstwahl und eine Zweitwahl für den Fall, dass der Workshop schon voll ist. 

Die Anmeldung zu den Workshops ist ab Februar 2020 möglich!


Workshop 1

SUPERHERO SINGING

Ilka Luza/ Christian Frerichs

(Level 1-3)

 

Wer kennt das nicht? Spontanes Singen – nicht mit mir!

In diesem Workshop wird geholfen.

 

Es geht um die Grundlage und Vertiefung von Gesangstechniken, allein und vor allem im Ensemble. Hier wird Schauspielern und Schauspielerinnen die ewige Angst davor genommen, zu singen.

 

Dieser Workshop tritt am Samstagabend mit dem Musical Surprise Surprise im Haus der Jugend auf. 

 

Mit Ilka Luza (Schauspielerin und Sängerin) erlernt ihr eine Musicalstruktur, die ihr mit eurer Gruppe auf die Bühne bringen könnt.

 

Christian Frerichs (Impromusiker) begleitet den Workshop mit Gitarre, Piano und Stimme. Von ihm könnt ihr euch auf Tipps zu den meisten Genres freuen, nach denen auf der Improbühne gefragt wird.

 

Ilka Luza arbeitet seit über 20 Jahren als Schauspielerin und Sängerin in Deutschland und Holland. Sie war Ensemblemitglied der „Springmaus“ in Bonn und hat in Improformaten im Fernsehen mitgearbeitet.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Ilka  damit, Menschen auf der Bühne das Singen und das Präsentieren von Gesang leichter und schöner zu machen. Außerdem tritt sie in diversen Ensembles auf (placebotheater/

Münster, Harlekintheater/Tübingen) und steht in Theaterproduktionen für Erwachsene und Kinder auf der Bühne (KRESCHtheater/Krefeld und Komödie/Düsseldorf). Als Solistin ist sie unterwegs, um dem Publikum die wunderbare Welt der Oper näher zu bringen und im Trio mit Verena Lohner (Steife Brise / Hamburg und Beatrix Brunschko / Theater im Bahnhof / Graz) setzt sie sich auseinander mit Tschechovs „Drei Schwestern“.

  

 

 

Christian Frerichs, geboren 1981, aufgewachsen in der Nähe von Emden, hatte sich bereits vor der Pubertät in eine Gitarre verliebt. Seine musikalische und texterische Ausbildung verdankt er (immer noch) seiner stetig wachsenden Plattensammlung von "Amos, Tori" bis "Zappa, Frank". 

 

Christian arbeitet als freiberuflicher Gitarrenlehrer und Improtheatermusiker (Wat Ihr Wollt, Oldenburg / Improtheater Bremen / BIK City Impro, Bremen) und erfindet bei Impro-Auftritten mittlerweile mehr Songs aus dem Stegreif als er jemals im stillen Kämmerlein schreiben könnte.

 

Außerdem veranstaltet er seit mehreren Jahren Songwriting-Workshops im Oldenburger Universitäts-Theater ("OUTstanding").

 



workshop 2

ICH, DIE ANDEREN UND DIE BÜHNE

Knut Kalbertodt

(Level 1-2)

 

Im Leben oder auf der Bühne sind wir umgeben von anderen Menschen. Jede/r hat einen Körper, den er/sie durch den Raum bewegt. Konstellationen entstehen, die Geschichten erzählen. Ob zu zweit oder mit mehreren, ob auf der Straße, im Haus oder auf der Bühne. Uns interessiert die Bühne, als Spielfläche der 1000 Möglichkeiten. Was wird gesehen und wie wird es gesehen? Und welche Schlüsse können wir für unser gemeinsames Spiel daraus ziehen?

 

 

Mit wenig Text, aber nicht sprachlos, erkunden wir uns, die Anderen und die Bühne.

 

Knut Kalbertodt wurde als einer von 1.357.304 Millionen Kindern im geburtenstärksten Jahrgang der Nachkriegsgeschichte im bevölkerungsreichsten Bundesland der BRD, als der Bauer die Rösslein anspannte, geboren und fiel erst nicht weiter auf.

 

Er übersprang den Kindergarten und ließ sich direkt einschulen. Eine Bühne, die er erst 14 Jahre später wieder verlassen sollte. 

 

Gerade Dinge waren nie sein Weg und so fand er über die Arbeiten als Fahrradmechaniker, Alarmanlagen-Installateur, Endkontrollen-Fachkraft, Bäcker-Lehrling, Vertriebler von illegalen Substanzen, Taxi-Fahrer und Hilfskraft im Tanzstudio endgültig zum Theater. Durfte dort verzogene Prinzen, unzufriedene Aidskranke, gewalttätige Kinder, Handlanger von Despoten und unbelehrbare Gutmenschen spielen. Durfte nackt über die Bühne laufen, Hamburger in den Mund stopfen bis nichts mehr hinein passte, Steine in einen Kinderwagen werfen, sich aus Blödheit und Einfältigkeit erschießen lassen, mehrere Jahre lang strippen...und in einem Arschloch verschwinden!

Er selbst zieht die chaotische Dramaturgie, die in einem Fußballspiel zu Tage tritt, jeder Inszenierung eines geschriebenen Stückes vor.

Also lasst uns spielen.

 

 

Zur Zeit lebt und arbeitet er in Hamburg.

 



Workshop 3

SPIELEN IM GEDÄCHTNISPALAST

Persönliches als Quelle und Material im Improvisationstheater

Verena Lohner

(Level 2-3)

 

 

„Das Geheimnis ist nichts anderes als das Leben selbst.“

Rosa Luxemburg

 

Alles was wir Menschen erleben, speichert sich in unserem ganzen Körper ab.

Flüchtige persönliche Erinnerungen, sachliche Erfahrungen, radikale emotionale Erlebnisse genauso wie physische Eindrücke oder Verletzungen die sichtbare Narben hinterlassen.

 

Unsere kognitiven Erfahrungen sind dabei immer auch mit sinnlichen Eindrücken verknüpft. Der Linoleumgeruch weckt die Erinnerung an die Mathestunde, das Knistern von Holz erinnert uns an einen Urlaubsflirt... Im Laufe unseres Lebens sammelt sich so ein kostbarer Erfahrungsschatz an, den wir stets mit uns haben. Auch auf der Bühne.

 

Dort wartet er nur darauf, entdeckt und zum Scheinen gebracht zu werden!

Wir können mit unseren persönlichen Erinnerungen einerseits greifbare Charaktere, Szenen und Spielformen gestalten, oder direkt thematisiert in spannende künstlerische Formate mit authentischem Material gehen.

In jedem Fall entsteht dadurch Theater voller pulsierendem Leben, starkem Bezug zu Ensemble und Publikum und einem Facettenreichtum wie ihn eben nur das Leben selbst bietet - von herzzerreißend, bis saukomisch.

 

Wir bringen Eure Schätze ans Licht auf den Spuren von Pina Bausch und einem weit gereisten Spezialwerkzeugkoffer voll mit Methoden und Themen aus Stanislawski-Theater, Neo-Buffon, Kabarett und Pochinko Clown-Training, der Neurowissenschaften, Kinetik und dem Leben selbst.

 

Verena Lohner ist fasziniert und überzeugt von Parallelwelten und Mikrokosmen – ob diese sichtbar oder verborgen sind. Diese Faszination zeichnet sich auch in ihrem Werdegang ab: Studium und Arbeit im Theater und Forschungslabor, im Museum und im Boxring, in Dax-Unternehmen und im Brennpunktviertel, in Handwerkstätten und auf Gletschern, in Städten und in der Wildnis auf der ganzen Welt. 

 

Sie vereint leidenschaftlich ihre Mittel als Schauspielerin, Clown und Coach und entwickelt ständig Stücke, Formate und Methoden, denen sie zugrunde legt, dass wir hinterfragen, anstatt immer hörig zu sein. Im finnischen Praxisbuch „The Art of making Mistakes” schreibt sie über die gestalterische Macht des Fehlermachens. 

In Hamburg ist sie Elbläuferin und leitendes Mitglied am Theater Steife Brise. 

 

 

There’s more to the picture than meets the eye. Neil Young



Workshop 4

ICH BIN, WIE ICH SPIELE, ALSO SPIELE ICH, WAS ICH BIN

Figuren und Charaktere/ Körpersprache und physisches Spiel

Vlado Salji

(Level 1-2)

 

...es folgt ein toller Input aus dem Publikum und schon sprudeln in unseren Köpfen die wildesten Geschichten. Vor lauter Enthusiasmus, die Geschichte zu erzählen, vernachlässigen wir Improspieler dabei manchmal das Entwickeln der Figuren und deren Charaktere, bleiben nahe bei uns selbst oder haben Mühe, während der Szene in der Figur zu bleiben und lassen diese unbewusst fallen. Oder wir sind sogar explosiv inspiriert, überspielen die Figur und sind unzufrieden, dass stattdessen schon wieder eine überzeichnete Karikatur entstanden ist...

 

In diesem Workshop setzen wir uns intensiv mit den unterschiedlichsten Möglichkeiten auseinander, wie wir Figuren entwickeln können, diese leibhaft verinnerlichen und während der gesamten Szene gelungen durchspielen können. Wir entschleunigen zudem unseren Spieltrieb und geben uns bewusst Zeit.

Wir widmen uns auch dem Thema „menschlich programmierte Impulse“ und deren Ausdrucksweise. Wir lernen also, das volle Potential der uns allen bekannten und unbewussten Regeln der Körpersprache aus zu schöpfen, wenden uns aber auch den Grenzen des Minimalismus zu und wie wir diese gekonnt wirken lassen können. Denn durch das stillschweigende Einleben in die Figur werden bereits etliche Geschichten erzählt – bevor überhaupt ein Wort fällt. Wir gewinnen an Vertrauen, uns selber mehr Zeit zu geben und lassen den Zuschauer an der Erfahrung teilhaben, dass dabei jeweils mehr in der Szene geschehen kann, als wir erahnen. 

 

Vlado Salji, oder wie ihn alle nennen „Sali“, ist seit 2007 dem Improvisationstheater verfallen und seit 2012 höchstpersönlich auf Improbühnen in der ganzen Schweiz oder Deutschland unterwegs. Als Mitglied des Improvisationstheater-Trios „imKubik“, tritt er seit 2014 regelmäßig auf, besucht diverse Impro Festivals und ist mit dem wortlosen Format „Auf (k)ein Wort“ europaweit und sogar in den USA auf Tour.

 

Sali unterrichtet als freier Mitarbeiter bei Theater „anundpfirsich“, ist Improtrainer und Gründungsmitglied von „improkurs.ch“ sowie Vereinsmitglied des „Improchällers“ in Zürich.

Er absolvierte seine Improtheater Ausbildung bei Theater „anundpfirsich“ und besuchte zudem Workshops bei zahlreichen international bekannten ImprotrainerInnen. Dennoch lebt er nicht allein vom Improvisationstheater, denn beruflich ist Sali im sozialen Bereich tätig.